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3D Alpine Challenge

Willkommen auf meiner Homepage.

Sonntag, 15. Juni 2008

3D Alpine Challenge

3D Alpine Challenge

Nach mehr als einem Jahr (ausgenommen im Winter) des Übens an den Scheiben, habe ich die Faszination des 3D-Schießens im Bogensport entdeckt. Diesmal auch wieder im Zuge eines Turniers. Im Gegensatz zum kürzlichen clubinternen Turnier kann man meine Teilnahme an der "3D Alpine Challenge" am 14. und 15. Juni 2008 auf der Planneralm als mein erstes "richtige" Turnier nennen - galt es doch, sich neben weiteren 225 Schützen (in den verschiedenen Bogenklassen) zu behaupten.

Wie bei 3D-Turnieren üblich, wurde in kleinen Gruppen geschossen, die in der Regel aus 6 Schützen bestand. Durch etwas Bitten und Betteln konnte ich es schaffen, mich in die Gruppe 1 einzuschmuggeln um zusammen mit meiner "Lehrmeisterin" Christine Haydu, der Obfrau des BSC Union Graz-Seiersberg, das zwei Tage dauernde Turnier zu bestreiten. Vermutlich waren wir sogar die größte Gruppe, denn zu uns 7 "Jägern" gesellten sich noch zwei Begleiter.

Etwas Pech hatte ich in meinen Turnschuhen: die vielen moosbedeckten Flächen waren mit Wasser angesogen und ich hätte lieber noch ein 3. und 4. Paar Socken angezogen - aber wir mussten ohnehin ständig in Bewegung bleiben. Bis auf wiederkehrende leichte Schauer hielt das Wetter und belohnte uns gelegentlich mit einigen warmen Sonnenstrahlen. (Merke: für nächstes Mal Bergschuhe besorgen!)

An beiden Tagen galt es, auf zwei verschiedenen Parcours auf jeweils 28 3D-Tiere zu schießen. Dazu wanderten wir die Alm auf und ab und waren so jeweils 6-7 Stunden unterwegs. Wandern durch die Natur und Bogenschießen - das ist der Bogensport in seiner schönsten Form!

3D Alpine Challenge, Planneralm, Gruppe 1

Alle 28 Ziele sind durchnummeriert und zu Beginn muss sich erst jede Gruppe an ihrem Startplatz einfinden, ehe das Turnier beginnen kann. Der Vor- und gleichzeitig der Nachteil zur "Gruppe 1" zu gehören besteht darin, dass man als erster an seinem Platz ist - und dann 45 Minuten warten muss, bis es auch alle anderen Gruppen sind. Klingt ganz angenehm? Nur blöd, wenn es ziemlich kalt ist und man die Hände tief in den Hosentaschen vergraben muss... Fazit: der 1. Tag lief nicht so gut...

Am 1. Turniertag bewältigen wir den "Parcour Rot", welcher aus normalen 3D-Tieren bestand. Anders der "Parcour Gelb", am 2. Tag: hier sind alle Tiere mit weichen Fellen überzogen - sehr kuschelig! Was bei dieser künstlerischen Arbeit herauskam konnten wir nicht immer feststellen, es dürften auch einige "Fantasie-Tiere" dabei sein.

Highlights

Ein besonderer Geck war der "100m Schuss" (Parcour Rot)zum 10 Jahres-Jubiläum des Turniers. Ja richtig gelesen! Hier konnte man wirklich nur einen Schusswinkel grob schätzen und sein Glück versuchen. Erster Pfeil aus 100m, der zweite und dritte wenigstens von weiter vorne, bei normaler Punkte-Wertung.

Ein weiteres Highlight war der Schuss auf eine Seeschlange (Parcour Gelb): oben am Plannersee warteten einige junge Burschen auf die Schützen, die tatsächlich auf ein bewegtes Ziel schießen mussten! Die Seeschlange wurde auf dem Wasser an einem Seil vorbei gezogen (was ihr aber auch nichts nützte, hehe). Vorbeigeschossene Pfeile wurden von den bereitstehenden Burschen mit einem Kanu wieder aus dem Wasser gerettet.

Echt fies war das Ziel mit einem Eisbär, das direkt der Seeschlange folgte. Fies Part 1: zwischen diesen Zielen befand sich eine Labestation und nach so einer Unterbrechung hat man oft leicht Mühe, seine Treffsicherheit wieder zu erlangen. Fies Part 2: der Eisbär befand sich, wie sollte es auch anders sein, auf einer Schneedecke. Die Folge: ein zu tief fliegender Pfeil eines unserer Schützen wartet noch immer auf die Schneeschmelze um wieder entdeckt zu werden...

Abendprogramm

Samstag Abend war Lagerfeuer-Romantik angesagt. Einige Familien mit Kindern nützten diese Gelegenheit, um Brot am Spieß (Schlangenbrot) zu braten. Drei Gitarristen versuchten dabei mit ihren Klängen etwas Wärme aufkommen zu lassen. Doch es wurde kälter und Regen brach über uns herein.

Daraufhin beschloss ich, mich auf den Weg zu meinem Quartier zu machen: zum Gasthaus Leitner in Donnersbach (am Fuße der Planneralm, oben waren alle Zimmer bereits ausgebucht). Dort angekommen traf ich auf eine Familienfeier, die in einem Partyzelt den 30. Geburtstag des Wirts feierten. Unerwarteter Weise wurde ich prompt von dem Wirtspaar auf ein Bier eingeladen. Einige lustige Stunden später waren es doch einige mehr geworden, zu denen sich auch ein paar Schnäpse hinzugesellt hatten. Habe tief und fest geschlafen.

Conclusio

Wenn man bisher nur auf Scheiben geschossen hat, erfährt man durch das 3D-Schießen eine ganz andere Faszination. Zielscheiben sind perfekt zum Üben, aber im Wald schießt es sich viel schöner. Am schwierigsten ist sicherlich das Abschätzen der Entfernung, weswegen oft Pfeile am Ziel drunter und drüber vorbei gehen. Dieses Problem gibt es am Vereins-Schießplatz nicht, wo man schon genau weiß, wie man an der 20m- oder 30m-Scheibe schießen muss. Allerdings ist das für viele gar kein Thema, die "intuitiv" (auch "instinktiv", ohne nachzudenken) schießen, wohingegen ich noch das "String Walking" anwende.

Am ersten Turniertag ließ meine Leistung etwas zu wünschen übrig. Der zweite Tag, trotz oder wegen des "feuchten Abendprogramms" verlief deutlich besser: ich erreichte in unserer Gruppe die meisten Punkte und war somit Gruppen-Tagessieger :-).

Schlussendlich erreichte ich den stolzen 28. Platz von 52 Schützen in der Klasse "Herren Bowhunter Recurve". Eigentlich schieße ich in der Klasse "Blankbogen" ("Barebow") und nicht Bowhunter, aber für eine eigene Wertung waren es zu wenig Blankbogenschützen. (Was das für die Wertung aussagt kann ich selbst nicht beurteilen, die verwendete Bogenart ist dieselbe, es wird aber anders gezielt/geschossen.) Die Ergebnisse sind auf www.bogenschiessen.at nachzulesen.

Für den 1. Versuch bin ich selbst ganz zufrieden. Für nächstes Mal werden aber die Top-10 anvisiert!

Fotos zu diesem Ereignis: Album der 3D Alpine Challenge.

 

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